Streaming-Tipp: Hier könnt ihr Nicolas Cage in einer seiner besten Rollen sehen Karrieretipps

Streaming-Tipp: Hier könnt ihr Nicolas Cage in einer seiner besten Rollen sehen

Zugegeben, während Nicolas Cage aktuell seinen zweiten Karriere-Frühling erlebt, drehte er in den 2010er auch ganz schön viel Murks. Eines der Highlights aus jener Zeit könnt ihr jetzt gratis ganz ohne Abo streamen: „Joe - Die Rache ist sein“.

„Nicolas Cage zeigt hier eine seiner besten Leistungen“, schreibt unter anderem unser Autor Björn Becher in der FILMSTARTS-Kritik zu „Joe - Die Rache ist sein“ (4 Sterne) – und ist damit alles andere als allein. Ob nun die New York Times oder die L.A. Weekly: Nicolas Cage begeisterte mit seiner Darstellung in dem eindringlichen Drama die Fachpresse, die ihn zu einem seiner besten Filme der vergangenen Dekade kürte (86 Prozent positive Stimmen bei Rotten Tomatoes, 74/100 Punkte bei MetaCritic).

Das Drama lief auf einigen der renommiertesten Filmfestivals der Welt (Venedig und Toronto) und wurde nahezu ausnahmslos gefeiert, hierzulande reichte es hingegen noch nicht einmal für einen Kinostart. Verhältnismäßig unbeachtet, entwickelte sich der Film so zu einer Art Direct-to-Video-Geheimtipp, den nicht nur Cage-Anhänger gesehen haben sollten. Und genau dafür gibt es nun eine tolle Möglichkeit: Denn ihr könnt „Joe - Die Rache ist sein“ ab sofort komplett kostenlos und ohne Abo bei Netzkino streamen. Alternativ ist der Film derzeit außerdem im Abo bei Prime Video enthalten:

"Joe" bei Amazon Prime Video*

Wir können euch nur empfehlen, mal einen Blick zu riskieren: Zwischen den vielen Gurken, die Nicolas Cage in den 2010er-Jahren sonst so drehte, ist „Joe“ eines seiner Glanzstücke, das nicht zuletzt auch von der großartigen Performance des Hauptdarstellers lebt. Nur vom etwas reißerischen deutschen Titel solltet ihr euch nicht täuschen lassen: Ein knallharter Rache-Kracher ist „Joe“ nämlich nicht.

Das ist "Joe - Die Rache ist sein"

Cage schlüpft in die Rolle des ehemaligen Verbrechers Joe, der nach seiner letzten Haftstrafe versucht, bloß nicht erneut in Schwierigkeiten zu kommen. Er lebt von der Hand in den Mund, trinkt gerne mal einen und arbeitet in einer Forstwirtschaft, in der er gemeinsam mit anderen Waldarbeitern alte Bäume vergiftet, um Platz für neue zu machen. Bis ihn eines Tages eine zufällige Begegnung aus seinem Alltagstrott reißt:

Er trifft auf den 15-jährigen Gary (Tye Sheridan), den er erst widerwillig unter seine Fittiche nimmt, bis sich zwischen beiden schon bald eine ungleiche Freundschaft entwickelt. Und genau die bringt Joe schon bald in eine missliche Lage: Denn Garys Vater (Gary Poulter) vernachlässigt seinen Sohn nicht nur, sondern ist obendrein auch noch gewalttätig. Das sieht Joe, der Gary immer mehr ins Herz schließt, jedoch gar nicht gerne...

Besonders sehenswert ist „Joe - Die Rache ist sein“ wie bereits erwähnt aufgrund eines stark aufspielenden Cage, der in seiner Rolle unterschiedlichste Facetten bedient:

„Er verleiht dem muskelösen Joe mit breitem Kreuz die respekteinflößende Statur eines Mannes, der ständig unter Strom zu stehen scheint und sich bei kleinsten Konflikten beherrschen muss, dass er nicht ausrastet und gewalttätig wird“, heißt dazu einerseits in unserer Kritik. „Wenn er am Ende des Arbeitstages dann gleichsam in sich zusammenfällt, macht Cage die körperliche und seelische Erschöpfung eines Mannes spürbar, der nichts anderes mehr will als auf seiner Couch zu sitzen“, andererseits. Und der unter anderem aus „Tree Of Life“, „Mud - Kein Ausweg“, „Ready Player One“ und „The Card Counter“ bekannte Tye Sheridan beweist bereits in jungen Jahren, warum er zu den vielversprechendsten Schauspiel-Hoffnungen seiner Generation zählt.

Regisseur David Gordon Green („Halloween Ends“, „Der Exorzist: Bekenntnis“) wollen wir an dieser Stelle aber natürlich ebenfalls nicht unerwähnt lassen. Der vor allem für sein starkes Horror-Kult-Revival „Halloween“ oder Brachial-Komödien à la „Ananas Express“ bekannte Filmemacher etablierte sich vor allem mit Indie-Dramen, die gerne von Außenseiter-Figuren handeln.

Dies gelang ihm in „Joe“ nicht etwa trotz, sondern auch aufgrund einer außergewöhnlichen Dramaturgie. Denn Green erzählt seine Geschichte angenehm unaufgeregt, fast schon beiläufig, und setzt dabei auf eher lose zusammenhängende Ausschnitte aus dem Leben seines Protagonisten anstatt auf geradliniges Storytelling – und schafft dadurch nicht nur eine ganz besondere Dynamik, sondern macht seine Figuren auch ganz besonders greifbar.

Um einen ganz besonderen (und besonders beliebten) Nicolas-Cage-Film – oder besser gesagt: um seine demnächst ins Haus stehende Fortsetzung – geht es im nachfolgenden Artikel.

Einer der besten Nicolas-Cage-Filme bekommt nach 20 Jahren eine Fortsetzung: Jetzt gibt es den ersten Trailer zu "Lords Of War"

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Bei diesem Artikel handelt es sich um eine aktualisierte Version eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.

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Aus der Welt der hohen Küche

Die Falstaff-Toprestaurants in Tirol: Wer bleibt, wer fällt – und warum die Spitze immer stärker wird. Tirol gilt schon lange als eine der spannendsten Gourmetregionen im Alpenraum. Während viele Gäste wegen Skifahren oder Wandern kommen, entwickelt sich parallel eine erstaunlich dichte Fine-Dining-Szene. Ein guter Gradmesser dafür ist der jährlich erscheinende Falstaff Restaurant-Guide, der mit seinem 100-Punkte-System die österreichische Spitzengastronomie bewertet. Wer die Rankings über mehrere Jahre verfolgt, erkennt schnell: Manche Restaurants sind nahezu dauerhaft in der Spitze, während andere aufsteigen, wieder verschwinden oder nach Konzeptänderungen neu angreifen. Eine Analyse der Tiroler Top-10 aus den letzten Jahren zeigt klare Muster – sowohl bei den Gewinnern als auch bei den strukturellen Trends der Branche.   Die ewigen Spitzenreiter Ein Restaurant sticht besonders hervor: Stüva. Unter Küchenchef Benjamin Parth ist das Restaurant in Ischgl eine konstante Größe der österreichischen Haute Cuisine. Während die Bewertung vor einigen Jahren noch bei rund 97 Punkten lag, kletterte sie zuletzt auf beeindruckende 99 – ein Wert, der im Falstaff-Kosmos fast schon Perfektion bedeutet. Seit Jahren hält Benjamin Parth in seinem Stüva ein sehr hohes Niveau – heuer trennte ihn ein einziger Punkt von der Perfektion.  Die Küche kombiniert französische Klassik mit moderner Präzision. Besonders die intensiven Saucen und die extrem klare Produktküche haben dem Restaurant über Jahre hinweg einen stabilen Spitzenplatz gesichert. Ein zweiter Dauerbrenner ist die Paznaunerstube im luxuriösen Hotel Trofana Royal. Küchenchef Martin Sieberer gehört zu den großen Konstanten der österreichischen Gastronomie. Schon um 2020 lag das Restaurant bei 98 Punkten und bewegt sich bis heute in dieser Größenordnung. Seit Jahren hält das Restaurant von Martin Sieberer ein hohes Niveau.  Während viele Restaurants in den Rankings auf- und absteigen, zeigt die Paznaunerstube, dass klassische Haute Cuisine mit absoluter handwerklicher Präzision weiterhin sehr erfolgreich sein kann.   Die stabile zweite Reihe Neben diesen beiden Spitzenrestaurants gibt es eine Gruppe von Betrieben, die ebenfalls regelmäßig in den Top-10 auftauchen. Dazu zählen etwa das Chef’s Table im Interalpen-Hotel Tyrol oder das Tannenhof Gourmetrestaurant im gleichnamigen Hotel. Beide liegen seit Jahren stabil im Bereich von 95 bis 96 Punkten. Besonders interessant ist das Konzept des Interalpen Chef’s Table: Gäste sitzen direkt an einem Küchentresen und erleben die Zubereitung der Gerichte aus nächster Nähe. Diese Mischung aus Fine Dining und Erlebnisgastronomie hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Wie sich das Restaurant in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird, bleibt nun natürlich abzuwarten. Nach den jüngst bekanntgewordenen Vorwürfen, hat sich das Hotel auch von seinem langjährigen Küchenchef getrennt. Auch die Hubertusstube im im Spa-Hotel Jagdhof zeigt, wie kontinuierliche Entwicklung belohnt wird. Lag die Bewertung früher noch bei rund 93 Punkten, hat sich das Restaurant inzwischen auf etwa 95 Punkte gesteigert.   Aufsteiger der letzten Jahre Neben den etablierten Häusern gibt es immer wieder neue Namen, die sich in die Spitze vorarbeiten. Ein besonders auffälliges Beispiel ist 141 by Joachim Jaud, das in relativ kurzer Zeit Bewertungen um 97 Punkte erreichen konnte. Joachim Jaud schaffte es in den letzten Jahren sein Restaurant ganz oben zu platzieren.  Auch Restaurants wie Jagdstube oder Gründler’s Gourmet Stüberl haben sich in den letzten Jahren in Richtung der 95-Punkte-Marke entwickelt. Der Trend geht dabei klar in Richtung moderner alpiner Küche: regional, saisonal, aber technisch auf internationalem Niveau.   Wer aus der Spitze verschwunden ist Ein Blick auf ältere Rankings zeigt jedoch auch, dass selbst etablierte Restaurants nicht dauerhaft in den Top-10 bleiben. Beispiele sind das Tennerhof Gourmetrestaurant oder die Post Gourmet Stube, die früher regelmäßig unter den besten Restaurants Tirols auftauchten. Auch das Restaurant von Simon Taxacher in Kirchberg zählte mit 97 Punkten einst zur absoluten Elite. Heute liegt der Fokus stärker auf einer eigenständigeren kulinarischen Linie und weniger auf Rankingoptimierung – ein Beispiel dafür, wie strategische Entscheidungen eines Restaurants auch die Bewertung beeinflussen können. Häufige Gründe für solche Veränderungen sind Küchenchefwechsel, konzeptionelle Neuausrichtungen oder einfach der zunehmende Wettbewerb innerhalb der Region.   Anhang zum Hotel Eine der auffälligsten Erkenntnisse der Analyse: Rund drei Viertel der Tiroler Toprestaurants sind Teil von Luxushotels. Das hat mehrere Gründe. Erstens bringen Hotels eine internationale Gästestruktur mit, die Fine Dining gewohnt ist und aktiv sucht. Zweitens ermöglichen Hotelstrukturen größere Weinkeller, höhere Küchenbudgets und mehr Personal. Drittens können Restaurants auf Hotelgäste zurückgreifen, was wirtschaftliche Stabilität schafft. Ischgl ist dafür das perfekte Beispiel: Hier finden sich gleich mehrere Spitzenrestaurants auf engstem Raum – viele davon in großen Luxushotels.   Die Messlatte steigt Ein besonders spannender Trend zeigt sich bei den Punkten selbst. Noch vor einigen Jahren reichten 92 oder 93 Punkte, um sicher in den Tiroler Top-10 zu landen. Heute liegt die Schwelle meist bei mindestens 95 Punkten. Die Spitze wird also dichter – und besser. Für Gäste ist das eine gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, in Tirol ein außergewöhnliches Restaurant zu finden, war vermutlich noch nie so hoch wie heute. Noch eine weitere Auffälligkeit: Unter den besten zehn ist kein einziges Restaurant in der Landeshauptstadt Innsbruck.

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